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Alles gaben die Götter ...
Alles gaben Götter, die unendlichen, Ihren Lieblingen ganz, Alle Freuden, die unendlichen, Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz. aus einem Brief an Gräfin Auguste zu Stolberg
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An Belinden
Warum ziehst du mich unwiderstehlich Ach in jene Pracht? War ich guter Junge nicht so selig In der öden Nacht! Heimlich in mein Zimmerchen verschlossen, Lag im Mondenschein Ganz von seinem Schauerlicht umflossen Und ich dämmert' ein; Träumte da von vollen goldnen Stunden Ungemischter Lust, Hatte schon dein liebes Bild empfunden Tief in meiner Brust. Bin ich's noch den du bei so viel Lichtern An dem Spieltisch hältst, Oft so unerträglichen Gesichtern Gegenüberstellst? Reizender ist mir des Frühlings Blüte Nun nicht auf der Flur; Wo du, Engel, bist ist Lieb' und Güte, Wo du bist, Natur.
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An den Mond
Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz; Breitest über mein Gefild Lindernd deinen Blick, Wie des Freundes Auge mild Über mein Geschick. Jeden Nachklang fühlt mein Herz Froh und trüber Zeit, Wandle zwischen Freud' und Schmerz In der Einsamkeit. Fließe, fließe, lieber Fluß, Nimmer werd ich froh, So verrauschte Scherz und Kuß, Und die Treue so. Ich besaß es doch einmal Was so köstlich ist! Daß man doch zu seiner Qual Nimmer es vergißt! Rausche, Fluß, das Tal entlang Ohne Rast und Ruh, Rausche, flüstre meinem Sang Melodien zu! Wenn du in der Winternacht Wütend überschwillst, Oder um die Frühlingspracht Junger Knospen quillst. Selig wer sich vor der Welt Ohne Haß verschließt, Einen Freund am Busen hält Und mit dem genießt, Was von Menschen nicht gewußt Oder nicht bedacht. Durch das Labyrinth der Brust Wandelt in der Nacht
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An die Entfernte
So hab´ ich wirklich dich verloren? Bist du, o Schöne, mir entflohn? Noch klingt in den gewohnten Ohren Ein jedes Wort, ein jeder Ton. So wie des Wandrers Blick am Morgen Vergebens in die Lüfte dringt, Wenn in dem blauen Raum verborgen, Hoch über ihm die Lerche singt: So dringet ängstlich hin und wider Durch Feld und Busch und Wald mein Blick – Dich rufen alle meine Lieder: O komm, Geliebte, mir zurück!
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An die Erwählte
Hand in Hand! und Lipp auf Lippe! Liebes Mädchen, bleibe treu! Lebe wohl! und manche Klippe Fährt dein Liebster noch vorbei; Aber wenn er einst den Hafen, Nach dem Sturme, wieder grüßt, Mögen ihn die Götter strafen, Wenn er ohne dich genießt. Frisch gewagt ist schon gewonnen, Halb ist schon mein Werk vollbracht! Sterne leuchten mir wie Sonnen, Nur dem Feigen ist es Nacht. Wär ich müßig dir zur Seite, Drückte noch der Kummer mich; Doch in aller dieser Weite Wirk ich rasch und nur für dich. Schon ist mir das Tal gefunden, Wo wir einst zusammen gehn Und den Strom in Abendstunden Sanft hinunter gleiten sehn. Diese Pappeln auf den Wiesen, Diese Buchen in dem Hain! Ach, und hinter allen diesen Wird doch auch ein Hüttchen sein
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